Reiseverlauf
Die Anreise zum jeweiligen Startpunkt eines Blockes wird in Eigenregie wahlweise mit dem PKW oder per Flug und öffentlichen Transportmitteln vollzogen. Als Start- und Zielpunkte unserer Blöcke haben wir bewusst größere Orte bzw. Städte ausgewählt. So ist die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab den Flughäfen Madrid und Sevilla (alternativ auch León, Jerez und Santiago) gewährleistet.
Sie entscheiden, ob Sie nur einen Block oder mehrere Blöcke hintereinander auf der Via de la Plata gehen wollen. Wir können Ihnen auf Wunsch auch im Verlauf eines Blockes Zusatzübernachtungen buchen, damit Sie einen wanderfreien Tag genießen können! Bei den Tagesetappen mit stärkeren Steigungen geben wir zusätzlich zur Kilometerangabe auch die Tageshöhenmeter im Anstieg an.
Hinweis zur Darstellung
Sie sehen in der Detailbeschreibung den jeweiligen Start- und Zielpunkt einer Tagesetappe. In Klammern dahinter steht die Gesamtkilometerleistung. Die Gesamttageshöhenmeter haben wir nun an Tagen mit relevanten Steigungen (dann hinter der Kilometerangabe) beschrieben. Alle Angaben verstehen sich als Circa-Werte.
Block 1: Sevilla - Mérida (12 Tage/ 11 Nächte)
1. Tag: Individuelle Anreise nach Sevilla,
2. Tag: Sevilla - Guillena (ca. 24 km),
3. Tag: Guillena - Castilblanco de los Arroyos (18 km),
4. Tag: Taxi-Transfer von Castilblanco für ca. 10 km und dann Wanderung nach Almadén de la Plata (21 km),
5. Tag: Almadén de la Plata - El Real de la Jara (16 km),
6. Tag: El Real de la Jara - Monesterio (20 km),
7. Tag: Monesterio - Fuente de Cantos (22 km),
8. Tag: Fuente de Cantos - Zafra (26 km),
9. Tag: Zafra - Villafranca de los Barros (20 km),
10. Tag: Villafranca de los Barros - Almendralejo (21 km),
11. Tag: Taxi-Transfer für etwa 10 km und dann Wanderung nach Mérida (19 km),
12. Tag: Individuelle Abreise von Mérida oder Verlängerung.
Das ländliche Andalusien ist geprägt durch Olivenhaine und ursprüngliche, aufgeschlossene Menschen. Zur Mitte des Blockes gelangen Sie in die Extremadura. So groß wie die Schweiz und mit nur 1 Mio. Einwohner besiedelt, ist diese Region Durchgangsstation für zahllose Zugvögel. Mérida war römische Legion und die Zeugnisse dieser Epoche sind in der Stadt allgegenwärtig: Freigelegte Relikte der Römer werden so „überbaut“, dass die Ausgrabungen für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben.
Block 2: Mérida - Cáceres (6 Tage/ 5 Nächte)
1. Tag: Individuelle Anreise nach Mérida.
2. Tag: Mérida - Aljucén (ca. 17 km),
3. Tag: Aljucén - Alcuéscar (21 km),
4. Tag: Alcuéscar - Aldea del Cano (17 km),
5. Tag: Aldea del Cano - Cáceres (23 km),
6. Tag: Individuelle Abreise von Cáceres oder Verlängerung.
Von Mérida mit dem gut erhaltenen Amphitheater geht es durch die Extremadura. Das Klappern der Störche ist hier in jedem Ort und selbst in den Städten allgegenwärtig. Überhaupt zeigt sich die Extremadura als ein wahres Vogel- und Naturparadies. Cáceres verfügt über eine sehr sehenswerte, große Altstadt mit überragenden architektonischen Zeugnissen des Mittelalters.
Block 3: Cáceres - Salamanca (11 Tage/ 10 Nächte)
1. Tag: Individuelle Anreise nach Cáceres.
2. Tag: Cáceres - Casar de Cáceres (11 km),
3. Tag: Casar de Cáceres - Cañaveral (32 km / auf Wunsch: kostenloser Taxitransfer für etwa 10 km - bei der Buchung anzumelden),
4. Tag: Cañaveral - Galisteo (28 km),
5. Tag: Galisteo - Ventaquemada (22 km) und Transfer nach Aldanueva del Camino.
6. Tag: Transfer zurück nach Ventaquemada und Wanderung Ventaquemada - Aldanueva del Camino (23 km),
7. Tag Aldeanueva - Calzada de Bejar (21 km / 480 Hm),
8. Tag: Calzada de Bejar - Fuenteroble (19 km / 160 Hm),
9. Tag: Fuenteroble - San Pedro de Rozadas (29 km / 220 Hm),
10. Tag: San Pedro de Rozadas - Salamanca (24 km),
11. Tag: Individuelle Abreise von Salamanca oder Verlängerung.
Aus dem schönen Cáceres geht es durch eine Reihe kleinerer Ortschaften nach Grimaldo mit seiner imposanten mittelalterlichen Stadtmauer. Hinter Aldenueva (7.Tag) geht es in das kastilische Scheidegebirge. Die bis zu 2.000Meter hohen Gipfel sind oft noch bis in den Mai hinein mit Schnee bedeckt. Der Block endet in Salamanca, der europäischen Kulturhauptstadt des Jahres 2002.
Block 4: Salamanca - Ourense (15 Tage/ 14 Nächte)
1. Tag: Individuelle Anreise nach Salamanca,
2. Tag: Salamanca - Calzada de Valdunciel (ca. 16 km),
3. Tag: Calzada de Valdunciel - El Cubo (20 km) und Taxi-Transfer nach Zamora,
4. Tag: Taxitransfer zurück und Wanderung El Cubo - Zamora (29 km),
5. Tag: Taxitransfer für ca. 10 km und Wanderung nach Granja de Moreruela (25 km),
6. Tag: Granja de Moreruela - Tábara (23 km),
7. Tag: Tábara - Santa Croya de Tera (20 km).
8. Tag: Santa Croya de Tera - Mombuey (35 km / auf Wunsch: kostenloser Taxitransfer für etwa 10 km - bei der Buchung anzumelden),
9. Tag: Mombuey - Puebla de Sanabria (30 km / 150 Hm / auf Wunsch: kostenloser Taxitransfer für etwa 10 km - bei der Buchung anzumelden),
10. Tag: Puebla de Sanabria - Padornelo (22 km / 400 Hm),
11. Tag: Padornelo - A Gudiña (29 km / 470 Hm),
12. Tag: A Gudiña - Laza (33 km / 230 Hm) Transfer zum Hotel (auf Wunsch frühere Abholung zum Verkürzen der Wanderung).
13. Tag: Transfer zurück nach Laza (oder bis ca. 12 km vor Laza, zum Verkürzen der Wanderung) und Wanderung nach Xunqueira de Ambia (33 km / 538 Hm),
14. Tag: Xunqueira de Ambia - Ourense (22 km),
15. Tag: Individuelle Abreise von Ourense oder Verlängerung.
Hinter Salamanca mit ihrer weltberühmten Universität aus dem 13. Jh. geht es in die kastilische Hochebene. Steineichenhainen charakterisieren das historische „Urspanien“. Von Kastilien-Léon aus wurden auch die entscheidenden Schlachten gegen die Mauren organisiert. Die parallel entstandene Jakobus-Pilgerbewegung führte zu einem sagenhaften kulturellen Reichtum der Region, der heute noch allgegenwärtig ist. Alternativ kann auf dem Abschnitt von A Gudina nach Ourense auch eine landschaftlich weniger reizvolle Route mit kürzeren Tageswanderungen angeboten werden.
Block 5: Ourense - Santiago (7 Tage / 6 Nächte)
1. Tag: Individuelle Anreise nach A Ourense.
2. Tag: Ourense - Piñor (26 km / 480 Hm),
3. Tag: Piñor - Lalín (28 km / 140 Hm),
4. Tag: Lalín - Silleda (15 km / 230 Hm),
5. Tag: Silleda- Loimil (19 km),
6. Tag: Loimil - Santiago (20 km / 160 Hm),
7. Tag: Individuelle Abreise aus Santiago oder Verlängerung.
Von Ourense mit bedeutender Kathedrale und mittelalterlichem Statdbild geht es durch das ländliche Galicien. Die Landschaft hat mittelgebirgsartigen Charakter und ist geprägt durch viele kleine Dörfer, grüne Weiden und Wälder. Am 6. Tag ist dann endlich das Ziel aller Pilger zu sehen: Santiago de Compostela mit der überragenden Jakobus-Kathedrale.
Möglichkeiten des Anschluss-Aufenthaltes
Grundsätzlich können Sie an allen Stationen zusätzliche Übernachtungen bei uns buchen. Es besteht auch die Möglichkeit auf vier weiteren Wanderungen von Santiago nach Finisterre zu pilgern (siehe Block 5 der Reise „Von den Pyrenäen zum Atlantik“). Gern vermitteln wir Ihnen auch Unterkünfte für einen Badeaufenthalt an der galizischen Küste oder einen City-Break in Madrid (Preise auf Anfrage).
Anforderungsprofil
Diese Reise richtet sich an den kulturinteressierten und/oder religiösen Wanderer. Die durchschnittliche Tagesleistung beträgt 21 km (einmalig 31 km, Block 5). Sie durchwandern auch gebirgige Abschnitte, insbesondere das kastilische Scheidegebirge (Block 5) und das galizische Mittelgebirge (Block 5) mit entsprechenden Höhenmetern. Sie müssen in der Regel nicht mehr als 400 Hm im Aufstieg (einmalig 640 Hm, Block 5) bewältigen. Der höchste Punkt der gesamten Tour liegt bei 1.516 m (Block 5). Für den überwiegenden Teil der Tagesetappen der Blöcke 1 bis 4 gilt jedoch, dass man keine stärkeren An- und Abstiege zu überwinden hat. Natürlich können Sie die Tagesetappen auch nach eigenem Belieben mit öffentlichen Bussen oder dem Taxi (auf eigene Kosten) verkürzen. Wandererfahrung ist Voraussetzung, Reiseerfahrung in fremden Ländern ist wünschenswert, da die Einheimischen oft keine Fremdsprachen sprechen.
Ihre Unterkünfte
Sie übernachten entlang dem südlichen Jakobsweg in kleinen Hotels und Pensionen, die in der Regel familiär geführt werden. Die Zimmer verfügen meistens über Dusche und WC. Nur in diesen Ortschaften müssen sich mehrere Zimmer ein Bad teilen: Aljucén (Block 2), Calzada de Bejar und Fuenteroble (Block 3) und Granja de Moreruela (Block 4). Morgens erhalten Sie in der Regel das landestypische (Standard-)Frühstück***.