Reiseverlauf
Die erste Woche verbringen wir in dem bezaubernden Pyrenäendorf Hecho. Das Wandergebiet ist unter Pyrenäenkennern eine Art ewiger Geheimtipp: Nördlich der heimlichen Pyrenäen-Hauptstadt Jaca konnten die abgeschiedenen Hochtäler einen Naturschatz konservieren, der von Massentourismus und Industrialisierung unberührt geblieben ist. Gewandert wird auf ehemaligen Schmugglerwegen, Teilen des Jakobswegs und alten Römerstraßen.
Die zweite Woche werden wir in dem wunderschönen, pyrenäentypischen Bergdorf Bielsa, am Eingang zur berühmten Pineta-Schlucht, unser Quartier beziehen. Der Nationalpark Ordesa y Monte Perdido zählt zu den herausragenden Naturschönheiten Europas und wurde 1997 von der UNESCO zum Weltnatur- und Weltkulturerbe erklärt. Das Wandergebiet umfasst die spektakulären Canyons des Nationalparks und die weniger frequentierten Teile des Parks sowie seine Randbereiche.
Tag 1, So: Anreise nach Hecho
Treffpunkt am Flughafen Barcelona und Fahrt in die westlichen Zentralpyrenäen nach Hecho, unserem Standort in der ersten Woche.
Tag 2, Mo: Gewundene Wasser
Wir besuchen eines der schönsten Hochtäler in den Pyrenäen. Die Erosionen durch Sonne, Wind und Wasser haben außergewöhnliche Felsformationen in das weiche Gestein getrieben. Am sanft mäandernden Fluss entlang wandern wir weiter und geraten auf eine Anhöhe, die einzigartige Ausblicke auf die spanischen und französischen Hoch-Pyrenäen bietet. Etwas unterhalb liegt ein wunderschöner Bergsee (ca. 500 Hm, 4,5 h).
Tag 3, Di: Hochgebirgspanoramen
Heute wandern wir von einer Hochgebirgshütte aus zu der Passhöhe Lo Foratón. Auf unserem Weg werden wir ständig von den majestätisch kreisenden Gänsegeiern begleitet. Ein Teil der Route folgt dem einer Variante des Pyrenäen-Hochweges GR 11. Am Pass angelangt werden wir mit einem wunderschönen Rundum-Blick belohnt: Vor und hinter uns öffnen sich zwei naturbelassene Hochtäler, die von einer Reihe markanter Gipfel umgeben sind (ca. 650 Hm, 5,5 h).
Tag 4, Mi: Auf den Spuren des heiligen Grals
Am Morgen besuchen wir Jaca, heimliche Hauptstadt der Pyrenäen und alte Königsresidenz, welche als Perle mittelalterlicher Baukunst gilt. Nach einem kurzen Stadtrundgang besteht die Möglichkeit, selbständig die sehenswerte Zitadelle zu besichtigen, einen Bummel durch die Altstadt zu machen oder genüsslich einen Café con leche an einer der schönen Plazas zu trinken. Gegen Mittag gibt es Gelegenheit, ein Stück weit entlang dem historischen Jakobsweg durch Jaca zu gehen.
Am Nachmittag dann fahren wir nach San Juan de la Peña, einer beeindruckenden Klosteranlage aus dem 11. Jh., die teilweise in einen Felsen eingemeißelt wurde (!). Eine Vielzahl von seriösen Forschern ist sich sicher, dass hier der heilige Grals-Schatz über viele Jahre versteckt wurde.
Tag 5, Do: Abgelegenes Seitental
Heute fahren wir in ein in Vergessenheit geratenes Seitental. Von einer Gebirgshütte aus wandern wir auf alten Hochwegen und Schmugglerpfaden durch die Berge. Umgeben von mächtigen Gipfeln genießen wir das sich ständig verändernde einmalige Panorama. Die bizarren Felsformationen lassen uns immer wieder anhalten und staunen. (ca. 600 Hm, 5 h). Es besteht hier optional die Möglichkeit, einen technisch einfachen Gipfel (2.108 m) zu begehen (+ 130 Hm, + 1 h).
Tag 6, Fr: Jakobsweg und Schmugglerpfade
Auf einer historischen Jakobsweg-Variante, die auch von Schmugglern genutzt wurde, gehen wir bis an die französische Grenze. An der stellenweise erhaltenen Pflasterung kann man erkennen, dass wir auf einer alten Römerstraße wandern. Von der Passhöhe aus, die die Grenze zu Frankreich markiert, haben wir eindrucksvolle Fernblicke auf Gipfel und Täler beider Staaten (700 Hm, 5 h).
Tag 7, Sa: Traumhaftes Ordesa
Nach dem Frühstück brechen wir auf zu einem echten Highlight, um die legendäre Ordesa-Schlucht zu erkunden. Entlang dem plätschernden Rio gehen wir bis zum Wasserfall am Talschluss. Am Wegesrand blühen Orchideen und Ginster. Links und rechts des sanft ansteigenden Weges erheben sich die Steilwände mit einer solchen Macht und Schönheit, dass sie jeden Besucher in ihren Bann ziehen (ca. 300 Hm, 5 h). Am späten Nachmittag fahren wir dann weiter zu unserem zweiten Standort, der Ortschaft Bielsa.
Tag 8, So: Atemberaubendes Pineta
Nach dem Frühstück fahren wir zum Talschluss des Pineta, eines der beeindruckendsten Täler des Ordesa-Nationalparks. Am Fuße des Monte Perdido (3.355 m), dem höchsten Kalksteinberg Europas, ragen die Steilwände bis zu 1.000 Höhenmeter in das Tal. Kaskadenartig stürzen unzählige Wasserfälle in die Tiefe. An den Flanken des Tals führt uns ein sanft ansteigender Pfad in eine einzigartige Hochgebirgswelt mit ihren beeindruckenden Panoramen (350 Hm, ca. 3,5 h). Am Nachmittag bleibt Zeit einen kleinen Spaziergang durch unser schönes Bergdorf Bielsa zu machen.
Tag 9, Mo: Auf zum Hexendorf
Durch den dichten Pinienwald nehmen wir den Aufstieg zum „Berg-Dörfchen“ (auf einer Bergkuppe gelegen) in Angriff. Mit seinen 13 Einwohnern verfügt der Ort über drei (!) eigene Wallfahrtskapellen. Der Ort gilt als eines der Zentren des bis heute anhaltenden Hexenglaubens in den Pyrenäen. Hier oben bieten sich einzigartige Blicke in die umliegende Hochgebirgswelt. Auf unserem Rückweg besichtigen wir einen gut erhaltenen prähistorischen Dolmen (ca. 470 Hm, 5 h).
Tag 10, Di: Ruhetag
Am heutigen Tag haben Sie die Möglichkeit, sich auszuruhen und die Zeit in unserem hübschen Bergdorf Bielsa zu verbringen oder selbständig ein Stück entlang dem Höhenwanderweg GR 11.1 ab Bielsa zu wandern. Je nach Wasserstand kann auch ein erfrischendes Bad in dem Rio Cinca genommen werden.
Tag 11, Mi: Auf den Spuren des Mittelalters
Auf den Spuren des Mittelalters wandern wir am Mediano-Stausee (aus dem Wasser ragt der Kirchturm eines überfluteten Dorfes!) entlang des GR 19 durch die Menschenverlassene Region der Vorpyrenäen. Thymian und duftende Kräuter am Wegesrand begleiten uns. Am anderen Ende der Schlucht sehen wir die romanische Festungsanlage Muro de Roda. Wieder genießen wir die Fernblicke auf den Pyrenäen-Hauptkamm mit seinen schneebedeckten Gipfeln (ca. 150 Hm, 3 h).
Am Nachmittag halten wir in Ainsa, der Hauptstadt dieser Region. Wir besichtigen die auf einer Anhöhe liegende, liebevoll restaurierte Altstadt. Es bleibt Zeit, selbständig die gut erhaltene, mittelalterliche Burganlage, den Arkadengang der Plaza Mayor und die Altstadt zu erkunden.
Tag 12, Do: Dramatische Schluchten
Wir besuchen den größten der typischen, tief eingeschnittenen Kalksteincanyons des Ordesa-Nationalparks. Schon auf der Fahrt zum Startpunkt der Wanderung erleben wir ein einmaliges Naturspektakel: Die schmale Straße schlängelt sich entlang der dramatischen Klamm des Rios. Steilabfallende Felswände, mächtige Überhänge, Tunnel und Höhlen. In einer Felsspalte versteckt liegt eine Einsiedelei (ca. 400 Hm, ca. 4,5 h)!
Tag 13, Fr: Entlegenes Chistau-Tal
In einem entlegenen Seitental wandern wir parallel zum plätschernden Bach entlang dem Pyrenäen-Hochweg GR 11. Der stetig, aber sanft ansteigende Pfad führt uns immer tiefer in die Welt der 3.000er. An dem Zusammenfluss dreier Gebirgsbäche machen wir Halt und genießen den Fernblick auf den schneebedeckten Posets, dem zweithöchsten Berg der Pyrenäen. Auf dem Rückweg kehren wir in einer bewirteten Hütte ein und genießen das Panorama des Naturpark Posets (ca. 700 Hm, 6 h).
Tag 14, Sa: Abreise nach Barcelona
Nach dem Frühstück heißt es Abschied nehmen. Wir treten die Rückfahrt nach Barcelona an.
Wichtiger Hinweis zur Anreise
Natürlich können Sie Ihren Flug nach Barcelona über uns buchen lassen. Gern machen wir Ihnen ein unverbindliches Flugangebot. Bei rechtzeitiger Buchung ist ein Flugpreis unter € 250 realistisch. Sollten Sie Ihren Flug selber buchen, dann beachten Sie bitte, dass Ihr Flieger am Anreisetag bis spätestens 15:00 Uhr in Barcelona landen muss und am Abreisetag nicht vor 14:00 Uhr abfliegen darf.
Möglichkeiten des Anschluss-Aufenthaltes:
Ein City-Break in Barcelona bietet sich geradezu an und kann problemlos an Ihre Wanderreise angeschlossen werden. Wer einen Badeurlaub anhängen möchte, dem empfehlen wir die Costa Dorada oder die Costa Brava, welche beide gut von Barcelona mit der Bahn zu erreichen sind (Preise auf Anfrage).
Ihre Unterkünfte
Unsere Hotels liegen beide in pyrenäentypischen Bergdörfern, die sich ihren Charme erhalten konnten.
Das Hotel Bielsa ist das beste Hotel vor Ort. Alle Zimmer verfügen über ein eigenes Vollbad, Sat-TV, Telefon und einen kleinen Balkon. Zum Frühstück steht Ihnen ein großzügiges Büfett zur Verfügung. Abends erhalten Sie ein 3-Gänge-Menü mit zehn (!) Auswahlessen zum Hauptgang.
Unser Hotel in Hecho wurde 2001 komplett renoviert. Die Zimmer haben ein eigenes Vollbad, Telefon und TV. Morgens gibt es ein reichhaltiges Frühstück; zum Abendessen wird ein 3-Gänge-Menü mit Auswahlessen gereicht. Man pflegt hier einen sehr familiären Umgang mit den Kunden.
Anforderungsprofil
Die angegebenen Wanderzeiten verstehen sich als Netto-Gehzeiten ohne Pausen. Im Mittel gehen wir täglich 500 bis 600 Höhenmeter im Aufstieg mit einer durchschnittlichen Gehzeit von 5 Stunden. Technische Schwierigkeiten, Klettersteige und Gewaltmärsche sind Tabu. Trittsicherheit und eine stabile Gesundheit werden vorausgesetzt. Wandererfahrung im Gebirge ist wünschenswert.
Vorgesehener Wanderführer
Stephan Isenmann
Eigene Anreise
Für Kunden, die mit dem PKW anreisen wollen, halten wir „Eigene-Anreise-Plätze“ bereit. Diese Plätze sind wochenweise bzw. stationsweise buchbar. Sie reisen selbständig mit dem eigenen PKW oder Mietwagen an und nehmen auch die (meist kurzen) Transfers vor Ort selbst vor.