Spanien - Festland

Wanderreisen und Trekkingtouren in den Pyrenäen in Andorra und Spanien

Insbesondere die Zentral-Pyrenäen und die Pyrenäen-Nationalparks „Ordesa y Monteperdido“ mit seinen markanten Canyons und der wasserreiche und grüne „Aigüestortes-Nationalpark“ wurden von den Folgen der Industrialisierung und des Massentourismus weitestgehend verschont und bieten dem Wanderer einen einmaligen Naturschatz. In den spanischen Pyrenäen und im Pyrenäen-Staat Andorra bieten wir Ihnen Trekkingtouren, Individual-Wanderungen, Gruppen-Wanderreisen, eine Autorundreise und ein Wanderhotel an. Entdecken Sie die Pyrenäen mit Deutschlands führendem Pyrenäen-Anbieter!

Spanien - Pyrenäen | Geführte Trekkingreise

Umrundung der Zentral-Pyrenäen | Geführtes Trekking

Einzigartig ist nicht nur unser Trekkingrevier, sondern auch der Service: Während wir knapp 150 km gehen, macht unser Gepäck eine gut 400 km lange Reise von Hotel zu Hotel, und wir genießen durchgängig die Privatsphäre eines Doppelzimmers mit Bad. 11-tägiges Trekking mit Aneto-Umrundung & Durchquerung des Aigüestortes-Nationalpark inkl. Flug, allen Transfers und Top-Guide. Ab EUR 1.960
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Pyrenäen

Hecho-Tal und Ordesa-Nationalpark

Die beiden Pyrenäen-Wandergebiete sind eine der letzten unberührten Gebirgslandschaften Europas. Von Bart- und Gänsegeiern über Steinadler bis zu Enzian- und Orchideenwiesen wird alles geboten, was die Schönheit einer intakten Wanderregion ausmacht. Reisedetails

Pyrenäen

Pracht der Pyrenäen

Bei dieser Wanderreise entgeht Ihnen garantiert kein Highlight: Unser Wanderrevier sind der Aigüestortes- und der Ordesa-Nationalpark sowie der berühmte Naturpark Posets, Heimat der höchsten Pyrenäen-Gipfel. Reisedetails

Pyrenäen

Pyrenäen Autorundreise für Wanderer

Freuen Sie sich auf eine auf mehrjähriger Erfahrung basierenden Auswahl handverlesener Hotels, echte Insider-Tipps und Wanderbeschreibungen, die Ihnen helfen werden Ihre Zeit in den Pyrenäen optimal auszunutzen! Planen Sie Ihre Pyrenäen-Autorundreise völlig flexibel zwischen 3 und 30 Tagen. 3 Tage pro Person ab EUR 93

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Pyrenäen

Pyrenäen | Aneto-Trekkingrunde

Trekkingtour einmal um den Aneto (3.404 m), dem höchsten Berg der Pyrenäen. Idyllische Bergalmen, spektakuläre Ausblicke auf das vergletscherte Maladeta-Massiv, hellblau schimmernde Hochgebirgsseen und ein Naturschatz, der in Europa seinesgleichen sucht, begleiten Sie auf Ihrem Weg durch den Naturpark Maladeta. Inklusive Gepäcktransport von Hotel zu Hotel, sodass Sie Ihr Pyrenäen-Trekking voll und ganz genießen können! 7 Nächte inkl. Vollpension ab EUR 785
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Pyrenäen

Aigüestortes-Durchquerung

Der „Nationalpark der Seen“ verzaubert mit schroffen Granitgipfeln, Schwarzkiefernwälder, tiefblauen Hochgebirgsseen und Wasserfällen. Obendrein sehen Sie noch die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Kirchen des Boí-Tals. Eine Woche Bergwandern im Pyrenäen-Nationalpark inkl. Gepäcktransport, Vollpension und tollen Hotels. pro Peron im DZ ab EUR 635 Reisedetails

Pyrenäen

Bärenweg-Bergwandern: individuell

Die Bergregion wurde wegen ihrer Einmaligkeit und Schönheit zum Natur- bzw. zum Nationalpark erklärt. Die technisch einfache, aber körperlich anspruchsvolle individuelle Trekkingtour führt Sie auf vier Bergwanderungen durch Spanien und zwei Etappen führen durch die französischen Pyrenäen. Reisedetails

Pyrenäen

Bärenweg-Bergwandern: geführt

Die technisch einfache, aber körperlich anspruchsvolle Trekkingtour führt Sie auf vier Bergwanderungen durch die spanischen und auf zwei Etappen durch die französischen Pyrenäen. Diese Reise richtet sich nur an geschlossene Kleingruppen ab 6 Personen. Reisedetails

Pyrenäen

Aigüestortes-Nationalpark & Aran-Tal

Individuelle Trekkingtour entlang der Pyrenäen-Hochwege GR11 und GR 211 im schönen Val d´Aran und dem bezaubernden Aigüestortes-Nationalpark. Technisch einfaches, aber körperlich anspruchsvolles Trekking inkl. Vollpension, guten Hotels, 2 Berghütten und Gepäcktransport. 1 Woche pro Peron im DZ ab EUR 615 Reisedetails

Pyrenäen Wandern & Trekking

Wissenswertes zu unseren Pyrenäen-Wander- und Trekkingreisen

Die Kette der bis auf über 3.000 Meter Höhe ansteigenden Gipfel, bilden die natürliche Grenze zwischen Frankreich und Spanien. Über eine Länge von über 450 Kilometern spannt sich die Bergkette des zweitgrößten Gebirge Europas und reicht vom Mittelmeer bis zum Golf von Biskaya (Atlantik). Nur dort, wo Fels und Gestein nach und nach im Wasser versinken, werden ihre Formen etwas sanfter. Zu einem so einmaligen Gebirge gehört natürlich auch eine schöne Geschichte. Die Legende, der das Gebirge seinen Namen verdankt, handelt von der unsagbar schönen Prinzessin Pyrene (Siehe auch: Die Pyrenäen-Legende).

Durch die Pyrenäen bahnten sich die Elefanten ihren Weg, die Hannibal in seinem Kampf gegen Rom mit sich führte. Mit dem Ziel, sich die iberische Halbinsel untertan zu machen, bauten hier später die Legionen des Römischen Reiches die ersten Straßen unserer Zeitrechnung. Karl der Große nutzte die Berge als Barriere, um den Vorstoß der Araber aus dem Süden zu stoppen, deren Heer dann in Roncesvalles seine - im Rolandslied besungene und über halb Europa verbreitete - große Niederlage fand. Später waren es die Barbarenvölker aus dem Norden, die sich ihren Weg über die unwirschen Bergsattel bahnten, und noch später die napoleonischen Heerscharen. Heute jedoch gehört dies alles der Geschichte an, und die Pyrenäen stellen keine Trennwand mehr dar, sondern vereinen vielmehr unterschiedliche Kulturen und Lebensweisen. Landschaftsgebiete und Baudenkmäler übersäen ihre Täler, die durch ein gut ausgebautes Straßennetz nun jedermann zugänglich geworden sind.

Die Pyrenäen waren ein Schmelztiegel der Kulturen, Zuflucht für Mönche und obligater Durchgangsweg für Pilger auf dem so genannten Jakobsweg Camino Frances nach Santiago de Compostela. Die große Vielfalt an Baudenkmälern byzantinischen, mozarabischen und romanisch-gotischen Einflusses ist ein lebendiges Beispiel der wirtschaftlichen und kulturellen Aktivität, die für diesen Gebirgszug so typisch war und noch immer ist. Architektur, Skulpturen und Fresken: Das ist es, was die Romanik in den Pyrenäen ausmacht und zu einem großen kulturhistorischen Vermächtnis werden lässt. Als herausragendes Beispiel seien die berühmten Boí-Kirchen am Rande des westlichen Aigüestortes-Nationalpark genannt

Für Wander- und Trekkingfreunde stehen u.a. zwei GR-Hochwege zur Verfügung, die jeweils in einer West-Ost-Achse das komplette Gebirge vom Atlantik bis zum Mittelmeer queren. Während der GR-10 auf französischer Seit bleibt, verläuft der GR-11 durch die spanischen Pyrenäen und Andorra.

Wintersportler finden an die zwanzig Stationen für alpinen Ski- und Langlauf, allein auf der spanischen Seite. Das Skigebiet Andorra Grandvalira gilt mit seinen rund 200 Pistenkilometern sogar als das größte Skigebiet Südeuropas

 

Die Pyrenäen-Legende

Die unsagbar schöne Quellnymphe Pyrene wurde von Zeus beauftragt, die kristallklaren Gewässer eines Tales in den heutigen Pyrenäen zu hüten. In den benachbarten Gipfeln lebte Gerión, ein dreiköpfiges Monster, besessen von der Vorstellung, Pyrene als seine Frau für sich zu gewinnen. Doch bei jedem Annäherungsversuch wurde er von der dichten Vegetation des Tales aufgehalten und zerkratzte sich seine drei Gesichter an den dornigen Büschen.

Wutentbrannt beschwor Gerión ein gewaltiges Gewitter herauf, das mehrere Tage wütete und mit seinen Blitzen die gesamte Vegetation in Schutt und Asche legte. Um diese Schandtat zu rächen, schickte Zeus seinen Sohn Herkules, um Gerión zu töten und Pyrene zurück in den Olymp zu geleiten. Pyrene jedoch weigerte sich, ihr geliebtes Tal zu verlassen, und starb vor Kummer über den trostlosen Anblick ihrer zerstörten Heimstätte.

Aus tiefer Trauer schuf Herkules, der Reinheit und vollkommenen Schönheit Pyrenes zu Ehren, ein Natur-Denkmal, das ewig an sie erinnern sollte: die Pyrenäen.

 

Wie sind die Pyrenäen entstanden?

Aus geomorphologischer Sicht ist der Naturpark Posets-Maladeta das älteste Teilstück der gesamten Pyrenäen. Hier befinden sich die ältesten Gesteinsmassen, noch aus der ersten Entwicklungsphase der Pyrenäen stammend.

Nahezu jeder Gipfel, jedes Tal, jeder Stein des Naturschutzgebietes stammt aus der vor 500 Millionen Jahren begonnenen ersten Entstehungsphase der Pyrenäen. Natürlich handelt es sich um eine sehr lange Entstehungsphase, die ständig neuen Veränderungen unterworfen war. Jede dieser Phasen hat ihre Spuren im Gesicht der Pyrenäen hinterlassen.

Auch heute noch werden laufend neue Erkenntnisse getroffen, die Licht in das Dunkel der Entwicklungsgeschichte der Pyrenäen bringen. An dieser Stelle soll versucht werden, dem Leser einen kleinen Überblick über die Entstehungsgeschichte zu vermitteln. Soweit man den Forschern Glauben schenken darf, hat sich das Meer zweimal im Laufe der Pyrenäenentstehung über diesen Landstrich ausgebreitet und wieder zurückgezogen:

Die Pyrenäen sind in zwei Phasen entstanden. Jede dieser Phasen bestand jeweils aus drei Unterphasen. Diese lassen sich mit dem Bau eines Hauses anschaulich vergleichen:

Erst werden die Materialien für das Haus hergestellt (Ziegel, Steine etc.), um in der zweiten Unterphase das eigentliche Haus zu erbauen (die Pyrenäen schießen empor) und in der dritten Unterphase schließlich das (mittlerweile alte) Haus wieder abzureißen: Die ersten zwei Unterphasen werden auch Litorenesis und Orogenesis genannt.

1. Phase: Als die Iberische Halbinsel als solche noch nicht existierte, etwa vor 500 400 Millionen Jahren, war dort, wo heute die Pyrenäen stehen, Meer. Es lagerten sich Meeressedimente auf dem Boden ab. 100 Millionen Jahre später geschah etwas, was bis heute seine Auswirkungen hat: Aus vulkanischer Aktivität entstandene Magma-Massen fusionierten mit den abgelagerten Meeressedimenten, die zusammen nach einer langen Abkühlungsphase den noch heute vorkommenden Granit formten. Der dabei wirkende enorme Druck ließ die Pyrenäen zum ersten Mal in die Höhe schießen.

Die in dieser Epoche entstandenen Gesteine bildeten im Wesentlichen die heutige Gesteinsgrundlage der Granitregionen, wie z. B. dem Naturpark Posets-Maladeta. Deshalb werden diese Berge auch als die “ältesten Berge der Pyrenäen“ bezeichnet. Hiermit wurde in groben Zügen die 1. und 2. Unterphase der ersten Entstehung der Pyrenäen beschrieben.

“Unmittelbar” darauf begann auch schon der Zerfall der Pyrenäen (= 3. Unterphase der ersten Pyrenäenentstehung). Schuld daran waren die in der Atmosphäre herrschenden aggressiven Gase, die die Berge förmlich (chemisch) zersetzten. Wie ein altes Gebäude klappten die Pyrenäen in sich zusammen. Das Material, aus denen die ersten Pyrenäen geformt waren, zerlief förmlich und zerstreute sich über eine größere Fläche. Hier schließt sich die erste Entwicklungsphase der Pyrenäen.

 

2. Phase: Etwa vor 135 Millionen Jahren erstreckte sich das Meer erneut über den “Pyrenäen”. Es begann eine weitere Ablagerung von Meeressedimenten. Organische Reste sammelten sich auf dem Meeresboden an und diese verschmolzen mit dem dortigen Kalkgestein. Wir befinden uns also wieder in der Litogenesis-Phase (erste Unterphase: Das Material wird geformt), in der die Gesteine entstanden, aus denen später die Pyrenäen zum zweiten Mal “gebaut” werden.

Bei dieser Phase des “Erbauens“ waren die tektonischen Bewegungen der iberischen und der europäischen Erdplatten für das Emporschießen der Pyrenäen, so wie wir sie heute kennen, verantwortlich. Diese Unterphase nennt man auch fachmännisch: Orogenia Alpina.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen der ersten und der zweiten Entstehung der Pyrenäen ist die Zusammensetzung der Materialien. Der Naturpark Posets-Maladeta entstand überwiegend aus Materialien der 1. Entstehungsphase, also aus Granit. Die “weichen” Kalkgesteine, die aus der zweiten Pyrenäen-Entstehung stammen, sind in anderen Regionen vorzufinden.

Beispielsweise ist der Monte Perdido im Ordesa-Nationalpark (3.355 m) das größte Kalkgesteinsmassiv Europas und stammt eindeutig aus der zweiten Epoche.

 

In einer dritten Phase haben die Pyrenäen ihr heutiges Gesicht erhalten. Diese dritte Phase ist gekennzeichnet durch mehrere aufeinander folgende Eiszeiten, die vor etwa 2 Millionen Jahren zum ersten Mal einsetzten. Die noch heute existierenden Gletscher und die zahlreichen, fast ganzjährig bestehenden Schneefelder sind die Überreste der letzten, vor 10.000 Jahren endenden Eiszeit.

Die heutigen Felsformationen sind auf den Einfluss der sich „reibenden“ gewaltigen Eismassen zurückzuführen, die den Felsen ihre Form gegeben haben. Auf Ihren Wanderungen können Sie die eiszeitlich geformte charakteristische U-Form vieler Täler beobachten.

Die Hochgebirgsseen sind ebenfalls Reliquien der letzten Eiszeit. Das Schmelzwasser sammelte sich hier in den Gesteinsbecken und ließ die für die Zentralpyrenäen charakteristischen zahlreichen Hochgebirgsseen zurück. Die hellblaue, fast durchsichtige Farbe des Wassers ist zum einen mit seiner Reinheit und zum anderen mit dem geringen Sauerstoffgehalt der Hochlagen zu erklären.

 

Welches ist die beste Reisezeit zum Wandern und Trekking in den Pyrenäen?

In den Pyrenäen kann es noch bis in den Mai in den Hochlagen schneien. Hitzegewitter am Nachmittag sind keine Seltenheit. In den höheren Lagen oberhalb von 2.500 m kann es auch den gesamten Sommer über zu Kälteeinbrüchen inkl. Neuschnee kommen. Durchschnittlich erwarten Sie aber von Juni bis Anfang/Mitte Oktober sommerliche Temperaturen und auf der spanischen Seite überwiegend sonniges und trockenes Wetter.

Ratsam ist es, die Pyrenäen von Mai bis Oktober zu besuchen. Als beste Reisemonate gelten Juni und September. Im Juli und August kann es in den Tälern tagsüber auch mal mit Höhchstwerten von 30° bis 35° C heiß werden. Die Nächte bleiben aber in der Regel auch im Hochsommer angenehm frisch.